CD-Rezensionen

„...Wahl und Pfeffer gestalten diese besonderen Stücke mit berührender Demut. Aus dem feinsinnigen Zusammenspiel der beiden Musiker heraus, das gleich einem intensiven Dialog in den Bann zieht, entsteht ein vielschichtiges Porträt des reifen Komponisten. Mit eindringlichem romantischen Gestus, ausdrucksstark und kontrastreich in den Sonaten, verinnerlicht und fragil in den Intermezzi, zeigt sich Johannes Brahms in seinem ganzen Facettenreichtum.“

Crescendo

Sie spielen die beiden Klarinettensonaten mit außerordentlichem Tiefgang. Nicolai Pfeffer lotet das klangliche Spektrum der Klarinette inklusive aller Randbereiche aus...Dennoch wird hier nichts auf Krawall gebürstet... Im Gegenteil, hier wird mit schönstem pastosen, aber nie pretiosen Tonfall musiziert. Insgesamt überzeugt dieser Ansatz, nicht zuletzt, weil Felix Wahl ein enorm wandlungsfähiger und sicherer Kammermusikpartner ist. Mit den Klavierstücken Op. 119 setzt er zudem eigene solistische Akzente und liefert auch hier punktgenau ab. Wahl leuchtet die Klavierstücke sensibel aus, ohne romantisierendes Pathos, aber mit viel Klangsinn.“

Klassik Heute

„...Ihre Darstellung der beiden Kompositionen op. 120 klingt ganz und gar nicht akademisch trocken, eher spätromantisch beseelt, und sie erzählen musikalisch eloquent...Erwartbar deutlich wirkt der Dur/moll-Gegensatz der beiden Spätwerke. Die f-moll-Sonate lotet in vier unterschiedlich komponierten Sätzen eine enorme emotionale Bandbreite aus.

Nach einer düster-verhaltenen Einleitung schwingt sich die Klarinette, getragen vom kraftvoll auftrumpfenden Klavier, zu wilder Hoffnung auf. Doch es geht durch das Raue nicht wirklich zum Licht. Purer Brahms eben. Selbst das tänzerische, beschwingtere Allegretto des dritten Satzen verweht die nebligen Spuren nicht ganz, lediglich im flotten Vivace des Finales blitzen ein paar schüchterne Sonnenstrahlen auf. Diese setzen sich langsam, aber sicher in dem dreisätzigen Duett in Es-Dur durch, das von Wahls vielfarbig durchgestaltetem Pianospiel wie von Pfeffers schillernder Klarinette geprägt ist...“

Spiegel Online

 

"...Nuancenreich gelingen den beiden jungen Musikern die Sonaten f-moll und Es-Dur, die in sich und in der Gegenüberstellung ausgesprochen verschieden sind...

Die in der Mitte der Aufnahme platzierten Klavierstücke Op.119 werden von Felix Wahl nicht weniger sensibel und farbenreich umgesetzt.

Wie die beiden Musiker im Interview erzählen, war eine reine Brahms-Aufnahme zunächst gar nicht von ihnen geplant. Dass es sich trotzdem so ergeben hat, ist völlig schlüssig und macht diese Aufnahme zu einer großen Freude für alle Freunde Brahms ́scher Kammermusik.“

Köln-Bonner Musikkalender

 

Die Interpretation des Duos Nicolai Pfeffer und Felix Wahl hingegen verströmt feinste Poesie.Bereits die elastische Tempoführung des Duos und die frei schwingende Klanggebung der Klarinette im 1. Satz der f-Moll-Sonate erweckt bezaubernde Momente zwischen verhaltener Melancholie und leidenschaftlichem Drang. Die beiden Pole der strukturellen Geschlossenheit und des Aufblühens jedes einzelnen Moments werden hier und in allen weiteren Sätzen immer wieder neu ausgelotet. Feinste Balancen zwischen den beiden Instrumentalklängen in allen Artikulationskategorien sowie der klug durchdachte Wechsel zwischen thematischem Vordergrund und hintergründigem Motivkommentar ermöglichen dem Hörer Wahrnehmung unterschiedlicher Perspektiven in der Gleichzeitigkeit. Einzelne ausgekostete Momente wie die warmen Herbsttöne im Allegro amabile oder die kompakte Intensität im Allegro appassionato der Es-Dur-Sonate bilden keinen Widerspruch zur strukturellen Stringenz des jeweiligen Satzes. Pfeffer und Wahl versenken sich experimentierfreudig und gleichwohl intuitiv in die vielfältigen Ausdrucksmomente der beiden Sonaten. Dennoch verlieren sie nie den strukturellen Faden, der alle motivischen Details zu eindrücklichen Charakteren verwebt. In ihrer Interpretation scheinen sich die Kompositionen selbst mitzuteilen.Als rein pianistisches Intermezzo setzt Felix Wahl die Klavierstücke op. 119 zwischen die beiden Sonaten mit Klarinette ”... als ob man Melancholie aus jeder einzelnen (Note) saugen wollte, mit Wollust und Behagen...” Das auf die Komposition bezogene Zitat von Brahms kann man getrost auch als Werturteil für Felix Wahls Interpretation verstehen. Vielfach abschattierte Farben zwischen filigran zelebrierter Melancholie und robust artikulierter Erhabenheit weisen ihn als Magier im Zauberwald pianistischer Romantik aus.

Rohrblatt

"Die beiden Sonaten für Klarinette und Klavier von Johannes Brahms aus dem Jahr 1894 leben vor allem von ihrem grenzenlosen Reichtum an unterschiedlichen Klangfarben und Stimmungsnuancen. Dieses Klangspektrum in seiner ganzen Fülle zu zeigen, haben sich der Pianist Felix Wahl und der Klarinettist Nicolai Pfeffer auf die Fahnen geschrieben. Mehr noch: Sie arbeiten mit ihrer Interpretation eindrücklich den Fingerzeig dieser Werke zur Spätromantik heraus. Ein intelligenter wie emotional packender Ansatz.“

Journal Frankfurt

 

„In Felix Wahl hat er einen feinfühligen Begleiter und Mitmusiker gewonnen. In den vier Klavierstücken gelingt es dem Pianisten, eine Welt von Empfindungen herauszuarbeiten, die man in diesen kurzen Sätzen gar nicht vermutet hätte.

Pizzicato

________

Konzert-Rezensionen

Das 7. Brüser Berger Musikfestival endete mit einem grandiosen Klavierabend und hinterließ Veranstalterin Elsa Funk-Schlör und Publikum völlig enthusiastisch und sprachlos vor Begeisterung. Gelungen war dies dem Bonner Pianisten Felix Wahl, der mit seinem Klavierabend das kleine, abwechslungsreiche Festival abrundete...Nach der Pause stand Schuberts B-Dur Sonate auf dem Programm, mit der Wahl auch weiterhin restlos begeisterte. Mit brillanter dramatischer Gestaltung gelang der erste Satz, den er sehr transparent spielte. Wunderbare Melodieführung zeichnete das Andante aus, was beim Publikum für gebannte Stille sorgte. Huschend und im besten Sinne „con delicatezza“ folgte das Scherzo, bevor dann das Werk mit einem musikalischen Unwetter zu Ende ging. Das Publikum tobte und riss es von den Stühlen nach diesem brillanten Klavierabend - und das zu Recht!“

Generalanzeiger Bonn

„Mit Felix Wahl stellte sich ein hervorragender Solist am Flügel vor, der das virtuose Werk meisterhaft und mit mitreißender Musikalität interpretierte. Die Begeisterung und Leidenschaft des ganz in die Musik versunkene Pianisten übertrug sich auch auf das Orchester.“

Baden online, Mittelbadische Presse

„Ein dicker Brocken zu Beginn: Mit Ludwig van Beethovens Sonate in Es-Dur Op.7 eröffnete Felix Wahl sein Konzert in der Trinitatiskirche. Wahl näherte sich diesem Riesenwerk erfreulich unprätentiös... „Sein“ Beethoven war ausgewogen, durchdacht, reflektiert. Eine runde Sache. Auch mit den 4 Klavierstücken Op.119 von Johannes Brahms zeigte sich Wahl als gereifter Interpret, der eher die zyklische Einheit betonte. Er nahm das 1. Intermezzo ausnehmend melancholisch, mit gebotener Langsamkeit und viel Ritardando, die finale Rhapsodie dagegen mit heftigem Impetus, wuchtig und stetig steigender Spannungskurve. Mit dem 2. Band aus Claude Debussys „Images“ begann der 2. Teil des Abends. Wahl „malte“ die Stücke in berückenden Farben.Mit der Barcarolle Op. 60 und dem Scherzo in b-moll Op.31 von Frédéric Chopin beendete er den Abend: berauschendes Virtuosenfutter, bei dem er seine pianistischen Fähigkeiten bestens demonstrieren konnte, bei dem er aber auch ungemein subtil und differenziert zu Werke ging.“

Generalanzeiger Bonn

„(... )Robert Schumanns traumhaft schön gestaltete Fantasiestücke, die man gewissenhaft absolvierte, aber auch emotional verdichtete und dabei lyrische Momente ebenso wie Sturm- und Drang- Episoden auskostete. Hier zeigten die Musiker sich als ein in jeder Hinsicht perfekt aufeinander abgestimmtes Duo, wovon auch Debussys mit hinreißender Verve absolvierte Première Rhapsodie zeugte...“

Generalanzeiger Bonn 

 

"(...) Schumann spielt in diesen Stücken bewusst mit den Klangeigenschaften der beiden Instrumente und Nicolai Pfeffers farbenreicher Klarinettenton verschmolz gekonnt in der hierfür gut geeigneten Akustik der Alten Aula mit dem brillanten und einfühlsamen Klavierspiel von Felix Wahl. Die Klarinettensonate f-Moll op.120,1 von Johannes Brahms führte den Zuhörer in die Tiefe und Nachdenklichkeit eines Komponisten, welcher eigentlich schon sein Schaffen beendet hatte, es dann aber doch noch einmal aufgenommen hat. Auch

hier zeichneten sich Pfeffer und Wahl mit einem überaus großen Verständnis für die Musik und einer perfekten Abstimmung miteinander aus. (...)"

Focus online

„Wahl verfügt über eine große Skala der Anschlagskunst von kräftig voll, aber nie

hart, bis zart und weich hauchend...“

Badische Neueste Nachrichten

 

„Dabei war sein Vortrag über die rein technische Sicherheit und sportive Brillanz

hinaus von hoher Einsicht in die musikalischen Strukturen geprägt.“

„ „Hut ab , ihr Herren ein Genie!“ Das Zitat scheint hier am richtigen Ort“

Köln/Bonner Musikkalender

 

„...mit bewundernswerter Gabe nachgestaltet...“

Rheinische Post

 

„Mitreißende Virtuosität...“

Kreiszeitung

© 2020 by Felix Wahl / IMPRESSUM und DATENSCHUTZERKLÄRUNG